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Unsere Erkundungstour auf Karimunjawa

  • Autorenbild: Brigitte Küng-Reber
    Brigitte Küng-Reber
  • 1. Aug. 2024
  • 3 Min. Lesezeit

Heute ist unser letzter Tag auf der Insel. In den letzten fünf Tagen haben wir Karimunjawa von unserer Unterkunft im Südosten der Insel aus erkundet. Wir wohnen rund 2.5 km vom einzigen nennenswerten Dorf entfernt, das gleich heisst wie die Insel, direkt am Meer.

Ein Roller ist hier ein Muss, denn öffentliche Verkehrsmittel gibt es nicht und nur so kommt man zu den verschiedenen Stränden oder abends zum Essen ins Dorf. Die Hauptinsel Karimunjawa ist gar nicht so klein. Bis in den Norden haben wir 23 km unter die Rollerräder genommen. Dass man dafür rund 53 Minuten einrechnen muss, liegt an den Strassen und dem entsprechenden Tempo.

Die Strassen im oberen Teil der Insel sind ziemlich übel, im unteren Teil aber für hiesige Verhältnisse ganz ok. Zudem hat es wenig Verkehr, so dass wir uns sicher gefühlt haben. Auf dem Weg in den Norden kamen wir an dem seltsamen Kleinflughafen vorbei, der seit Corona keine Linien-, sondern nur noch Charterflüge abfertigt. Der makellose Belag der Startbahn wirkt vom Scooter und einer holprigen Schotterstrasse aus sehr skurril. Laendra-Beach, unser nördlichstes Ziel, war eher eine Enttäuschung. Der Strand war zwar schön, er war aber eingerahmt von einer Unterkunft, die offensichtlich schon bessere Tage gesehen hat.

Während der Süden der Insel sehr hüglig ist, so ist der Norden flacher. Unterwegs kommt man an Mangrovenwäldern und Reisfeldern vorbei.

Besonders schöne „Pantai“ (Strände) befinden sich an der Westseite der Insel rund um den Sunset-Beach. Hier gibt es mehrere Strandabschnitte, die durch Felsen oder kleine Hügel natürlich voneinander getrennt sind. Kleine „Warung“ bereiten frische, einfache Gerichte, wie Mie Goreng, Nasi Goreng, gebratene Tempeh oder Gado Gado zu. Man kriegt auch frische Kokosnüsse und Mangosaft. Was will man mehr? Tagsüber hat man viel Platz und wenige Gäste hier. Am späteren Nachmittag trudeln dann scharenweise Einheimische und Touristen für den Sonnenuntergang ein. Wir haben uns antizyklisch verhalten und fanden die Beaches sehr entspannt.

Unser Favorit unter den Stränden war der Pantai Alano, welcher sich auf der Ostseite und etwa in der Mitte der Insel befindet. Weil der Weg etwas länger ist als bis zum Sunset-Beach, hat es hier nur wenige Touristen.

Der Pantai Bobby befindet sich ganz in der Nähe unserer Unterkunft und hat besonders hellen Sand. Einheimische und indonesische Touristen kommen bevorzugt hierher - immer in Gruppen, selten zum Baden, sondern eher zum Essen oder für schnelle Gruppenfotos. Wir fanden dieses andere Beach-Verhalten der Indonesier ziemlich amüsant.

Abends essen wir jeweils im Dorf. Nebst vielen sehr einfachen Warungs und Streetfood-Ständen gibt eine handvoll etwas gemütlichere Restaurants. Wir haben nicht schlecht gestaunt: sogar Pizza, Pasta, Tiramisù und Cocktails sind bei einigen auf der Karte. Nach so viel Mie Goreng & co. tönt das als Abwechslung nicht schlecht! Spätestens nach dem zweiten Abendessen und wiederholten „sorry, mister, we don‘t have“ wissen wir jetzt: wenn etwas auf der Karte steht, dann heisst es noch lange nicht, dass es das auch tatsächlich gibt. Und es ist auch nicht so, dass die immer nette Bedienung das sofort bei der Bestellung sagt. Nach ein paar Minuten kommt die Bedienung zurück an den Tisch. „Sorry, mister, we don‘t have“. Aha, denkt man sich. Dann wählt man halt eine andere Pasta.  „Sorry, mister, we don‘t have“. Nach und nach wird klar: es gibt gar keine Pasta mehr und man kommt schneller ans Ziel, wenn man sich einfach erklären lässt, was es tatsächlich noch gibt.


Morgen in aller Frühe geht es mit der Fähre zurück nach Java. Es soll windig - und vermutlich ziemlich wellig - werden. We will see…!


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© Lilamouse

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