Lombok Kitesurfing - unglaubliche Typen
- Brigitte Küng-Reber
- 20. Aug. 2024
- 2 Min. Lesezeit
Immer, wenn es der Wind zulässt, also praktisch jeden Tag, finde ich mich am Kaliantan-Beach zum Kiten ein. Dort ist eine Kitesurfschule von einem kleinen Team an Einheimischen - Adi, Sam, Saab, Saht usw. - aktiv. Auf dem Bild unten sieht man links Saht und rechts Saab, die sich immer rührend um mich kümmern, mir beim Launchen und Landen helfen und Tipps geben. Ihre Englischkenntnisse sind sehr beschränkt, aber man kann sich immer irgendwie über die wichtigsten Dinge verständigen.

Es ist unglaublich, wie die Jungs mit nichts eine Dienstleistung auf die Beine stellen. Den Mangel an Infrastruktur machen sie mit ihrer Fröhlichkeit und ihren tollen Kiteing-Skills wett.
Das ganze Kite-Material wird mit einem schrottreifen Bus jeden Tag über die holprigen Strassen an die Beach gefahren. Es gibt auch einige Kites und Ausrüstung zu mieten. Auf dem Dach wird sogar ein kleines Rettungsboot für den äussersten Notfall mittransportiert. Ein wenig Schatten bietet eine einfache Pergola und wenn man will, kann man meistens auch frische Kokosnüsse kaufen. Ansonsten gibt es hier nichts…

Der Spot ist sehr schön, wenn die Ebbe nicht gerade zu einem sehr tiefen Wasserstand führt. Dann kommen sich, wie gestern bereits erwähnt, die Seetang-Farmer (Boote, Seetang-Taucher mitten im Kite-Revier) und die Kiter etwas in die Quere und an einigen Stellen ragen Sandbänke und Felsen aus dem Wasser. Bei höherem Wasserstand ist man sicher vor Felsen und es gibt weniger Bootsverkehr sowie kaum einheimische Taucher. Auch läuft man nicht die Gefahr, in Strandnähe auf die Seetangfelder aufzufahren. Es lohnt sich also, die Gezeiten etwas im Auge zu behalten. Das beste am Spot ist, dass man immer viel Platz auf dem Wasser hat.

Der Wind reichte bisher von tiefen 14 oder 15 Knoten bis zu Starkwind mit über 25 Knoten. Mit meinen Kites in den Grössen von 9 und 11 m² bin ich recht gut bedient, auch wenn ich mir an Leichtwindtagen vielleicht noch einen zusätzlichen Quadratmeter zum 11-er dazuwünschen würde. Den grösseren Kite habe ich bisher häufiger verwenden können. Der Wind nimmt in der Regel um die Mittagszeit herum Fahrt auf, so dass man ab dem frühen Nachmittag ideale Bedingungen vorfindet.

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