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Fischerdorf Ekas

  • Autorenbild: Brigitte Küng-Reber
    Brigitte Küng-Reber
  • 14. Aug. 2024
  • 2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 15. Aug. 2024

Reto und ich hatten die Gelegenheit, heute Vormittag das Fischerdorf Ekas zu besuchen, der einzige ein bisschen grössere Ort in der Gegend mit rund 1000 Einwohnern.

Die Menschen hier leben vorwiegend von Fischfang, Lobster und dem Anbau bzw. Sammeln von Seetang.

Endlich wissen wir jetzt, was es mit diesen schwimmenden Inseln auf sich hat, die hier überall im Meer zu sehen sind. Sie dienen einerseits dem Fangen von Baby-Lobstern mit Fallen und solarbetriebenen Lampen, welche die Tiere in der Nacht anlocken; andererseits der Fütterung und Aufzucht der gefangenen Lobster in schwimmenden Netzen. Die Tiere werden so lange gefüttert, bis sie mindestens 200 Gramm schwer sind. Das dauert bis zu einem Jahr.

Lobster sind eigentlich sehr schöne Tiere, wenn man sie aus der Nähe betrachten kann. Sie gelten auch aus Delikatesse und stellen für die hiesige Bevölkerung vermutlich eine vergleichsweise lukrative Einkommensquelle dar.

Die Tiere müssen lebendig geliefert werden und werden hier im Dorf für den Export verpackt. Die armen Lebewesen haben uns sehr leid getan, als wir gesehen haben, wie das geschieht: Sie werden aus dem Wasser gezogen, abgetrocknet und dann in Zeitungspapier eingewickelt, in Styroporkisten gestapelt und verpackt. So geht es auf die Reise, heute offenbar nach Taiwan. Wir können uns nicht vorstellen, dass die Tiere mehr als halb lebendig ankommen.

Viel nachhaltiger und weniger brutal haben wir die Seetangproduktion empfunden. Der Rohstoff wird vor allem für die Kosmetikindustrie, als Lebensmittelzusatz und Futtermittel verwendet.

In Lombok gibt es offenbar verschiedene Initiativen, welche die lokale Bevölkerung miteinbeziehen und Erwerbsmöglichkeiten nach nachhaltigen Prinzipien schaffen. Es gibt zwei Methoden, wie das Seegras angebaut wird: einerseits wird es entlang von Seilen im Meer gezüchtet und nach ein bis zwei Monaten geerntet. Andererseits kann es auch wild „gepflückt“ werden. Dazu braucht es aufwändige Tauchgänge auf den Meeresgrund. Danach wird es an Land getrocknet, verpackt, in Bali geschreddert und dann weltweit versandt.

Im Dorf haben wir gesehen, dass der Tourismus noch eine untergeordnete Rolle spielt und vieles ursprünglich und einfach abläuft. Sehr gefallen hat uns diese Essenslieferantin, welche frisches Gemüse und fix fertige Snacks ab ihrem fahrbaren Verkaufsladen anbietet.

Nach dem Besuch im Dorf konnten wir per Schiff wieder zurücktuckerln. Spannend war‘s!


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© Lilamouse

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