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Bye bye Indonesia

  • Autorenbild: Brigitte Küng-Reber
    Brigitte Küng-Reber
  • 5. Sept. 2024
  • 3 Min. Lesezeit

Wir sind nun fast acht Wochen in Indonesien - und morgen steht die Abreise an. Das Land ist so gross, dass wir in dieser Zeit nur einen kleinen Teil sehen konnten. Und es ist sehr vielfältig: vom tropischen Dschungel mit Orang Utans über quirlige Städte, grosse Reisfelder, mächtige Vulkane, einfache Fischerdörfer bis hin zu Traumstränden, Kite-Surfen, bunte Unterwasserwelten sowie Kulinarik, Kunst und Kultur. Uns wurde tatsächlich niemals langweilig und es gäbe noch so viel mehr zu sehen. Nach dieser Zeit fühlen wir uns aber auch reich beschenkt mit Eindrücken, die uns berührt haben. Einige der Dinge, die wir nicht so schnell vergessen werden, habe ich hier zusammengefasst:


Freundlichkeit der Menschen

Die Menschen hier haben nicht viel, doch sie sind enorm freundlich, zuvorkommend und fröhlich. Diese Tugend hat uns bewegt und sie hat unsere Reise bereichert.


Religion ist wichtig, Toleranz auch

Der Grossteil der Bevölkerung gehört dem Islam an. Niemals sind wir aber fundamentalistischen oder sehr konservativen Gläubigen begegnet. Im Gegenteil: viele Menschen scheinen einen pragmatischen Glauben auszuüben und sind stolz auf die gegenseitige Toleranz und dass es möglich ist, dass sich Moslems, Christen, Buddhisten und Hinduisten friedlich begegnen können.


Crazyness auf den Strassen

Als Schweizer gewöhnt man sich niemals ganz an die verrückten Szenen, die sich auf den Strassen abspielen. Zum einen ist die Infrastruktur, gerade in ländlichen Gegenden, abschnittsweise in sehr schlechtem Zustand. In der Schweiz wäre man der Meinung, dass solche Strassen nicht befahrbar sind. Da es aber keine Alternativen gibt, fahren die Einheimischen mit stoischer Gelassenheit und allen möglichen Fahrzeugen über diese Pisten. Den Traum eines Autos können sich ohnehin die wenigsten Indonesier erfüllen. Ein bescheidenes Häuschen kostet hier weniger als ein Auto. Und ausserdem kommt man mit dem Scooter sowieso besser voran. Horden von Motorrädern dominierenden denn auch die Strassen im ganzen Land. Auf einem Motorbike fährt üblicherweise eine ganze Familie mit und es dient auch als Lastfahrzeug für den Transport von allen erdenklichen Gütern. Auch Taxi-Dienste werden hier mit Vorliebe via Motorbike erbracht. Gojek und Grab sind die beliebtesten Anbieter, welche Passagiere auf dem Beifahrersitz mitführen. Wir haben uns meistens für die weniger riskanten Bluebird-Taxis entschieden, die wir digital mit ein paar Klicks bestellen konnten. So einfach haben wir uns noch selten auf Reisen bewegt.


Improvisation ist an der Tagesordnung

Vieles funktioniert in Indonesien nicht richtig, von der Infrastruktur bis zu staatlichen Dienstleistungen. Die Einheimischen machen das Beste daraus, denn es scheint immer eine verblüffend einfache Lösung zu geben. Das Improvisationstalent der Menschen hier hat uns immer wieder tief beeindruckt; ebenso dass sich niemand aufzuregen scheint. Man hört niemals Menschen herumschreien oder fluchen. Selbst die häufig verwendete Hupe im Strassenverkehr wird nur dazu verwendet, dem anderen anzukündigen, dass man überholen will und um zu grüssen - und nicht etwa, um seinem Ärger Luft zu machen. Diese Geisteshaltung hat uns inspiriert und wir hoffen, davon ein kleines Stückchen mit nach Hause nehmen zu können.


Gesundes, feines Essen

Es gibt das Grundnahrungsmittel Nummer 1 in Indonesien ganz klar: Reis. Davon haben wir in verschiedensten Variationen reichlich gegessen, dazu viel Gemüse, Tofu, Tempeh und Eier. Im ganzen Land gab es wunderbare Früchte. Und Reto hat gelegentlich einen frischen Fisch gekriegt. Alkohol ist - mit Ausnahme von Bier - schwer erhältlich. Desserts spielen eine untergeordnete Rolle. Dafür wird so richtig scharf gegessen (für Touristen natürlich nur auf ausdrückliche Nachfrage). Unsere Ernährung war über die letzten Wochen sehr bekömmlich, schmackhaft und gesund.


Sprachbarriere kleiner als befürchtet

Ausserhalb der touristischen Zentren kann man nicht darauf zählen, dass die Menschen englisch sprechen. Wir konnten uns trotzdem immer mit Hand und Fuss, notfalls mit Google Translate und ein paar Brocken indonesisch verständigen. Besonders hilfreich war auch eine Foto-Translation-App. Wenn es schnell gehen muss, zum Beispiel beim Bestellen von Essen, bei Anzeige am Bahnhof oder bei Verkehrsschildern, dann ist ein solcher sehr nützlich. Trotz dieser Hilfsmittel haben es die Einheimischen sehr geschätzt, wenn wir sie mit einem „apa kabar?“ begrüssten oder uns mit einem“terima kasih“ bedankten.


Naturschätze und wunderbare Landschaften

Indonesien ist wirklich reich an zauberhaften Orten und Landschaften. Die Vielfalt ist unglaublich und hat uns sehr beeindruckt.


Nach zwei Monaten haben wir das Land mit all seinen Eigenarten ins Herz geschlossen. Wir sind daher ein wenig wehmütig, abzureisen. Gleichzeitig freuen wir uns sehr auf die nächste Etappe in Australien.

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